Therapien überwachen

Der Erfolg einer Krebstherapie muss laufend überwacht werden. Unabhängig von der Art der Therapie, ob schulmedizinisch oder metabolisch. Damit Sie rechtzeitig angepasst oder gewechselt werden kann und Nebenwirkungen begrenzt bleiben.

Verlangen Sie die Eckwerte von Ihren Ärzten, verfolgen Sie den Verlauf, sprechen sie Ihre Ärzte auf notwendige Massnahmen an.

Für die Kontrolle stehen hauptsächlich zur Verfügung:

  • Tumormarker
  • MRI (Magnetresonanztomografie)
  • CT (Computertomografie)
  • PET (Positronen-Emissions-Tomografie)
  • PET/CT (Kombination von PET und CT im gleichen Durchlauf)
  • Weitere Methoden.

Tomografien sind teuer und ausser der Magnetresonanztomografie auch strahlenbelastend, sodass eine sparsame Verordnung angezeigt ist.

Tumormarker

Tumormarker sind Substanzen, die bei einer Krebserkrankung vermehrt im Körper anfallen können. Sie werden von den Krebszellen selbst gebildet oder sind eine Reaktion anderer Körpergewebe auf das Tumorwachstum. Die Messung erfolgt im Blut, im Urin oder im Gewebe.

Erhöhte Tumormarker können auch bei anderen Krankheiten anfallen. Auch können die meisten Tumormarker auf mehrere Krebsarten hinweisen und ihre Sensitivität ist sehr unterschiedlich. Aus diesen Gründen eignen sie sich wenig für eine Krebsdiagnose.

Hingegen dienen sie zur Verlaufskontrolle einer Krebserkrankung. Sinkt der Marker nach einer Behandlung schnell, so ist die gewählte Therapie erfolgreich. Bleiben die Werte hoch, so wird der Arzt einen Therapiewechsel in Betracht ziehen.

Auch für die Nachsorgeuntersuchung nach bestandener Krebserkrankung sind Tumormarker sinnvoll. Erneut steigende Werte können auf ein Rezidiv hinweisen, also darauf, dass der Krebs zurückgekehrt ist.

Es gibt sehr viele Tumormarker, hier nur zwei Beispiele:

  • CA 15-3 < 31 Units/ml
  • CA 19-9 < 37 Units/ml.

Leider sind Tumormarker nicht für alle Krebsarten verfügbar und wenn vorhanden nur mässig aufschlussreich. Bessere Aussagen erhält man bei Tumoren durch folgende Verfahren.

MRI oder MRT (Magnetresonanztomografie)

Mittels der Magnetresonanztomografie kann man Schichtbilder erzeugen, die Körperorgane und Lage und Grösse eines Tumors klar darstellen. Das Verfahren funktioniert mit Magnetfeld und Radiowellen ohne schädliche Strahlung.

CT (Computertomografie)

Mittels der Computertomografie (CT) kann man für eine bestimmte Körperregion Querschnittbilder mit einer hohen Auflösung erzeugen. Das Verfahren benötigt Röntgenstrahlen, wobei die Strahlendosis auf das notwendige Minimum beschränkt wird.

PET (Positronen-Emissions-Tomografie)

Ein PET erlaubt, Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar zu machen, indem radioaktiv markierter Traubenzucker (Tracer) in die Blutbahn gespritzt wird. Nach einer kurzen Wartezeit werden im PET-Bild  Tumoren und Metastasen durch ihre erhöhte Zuckeraufnahme (Fermentierung anstatt Oxidation, siehe metabolische Theorie) sichtbar.

Auf dem PET-Bild kann man die Grösse der Tumoren und deren Aktivität (unterschiedliche Farben) sehen und messen. Die Aktivität wird durch den SUV-Wert angegeben. Der SUV, Standardized Uptake Value (Standardisierter Aufnahmewert) gibt an wie aggressiv ein Tumor den Zucker verbraucht.

Durch die Verfolgung von Größe und SUV-Aktivität kann die Wirkung einer Therapie gemessen werden.

PET/CT

Da beim PET oft die exakte anatomische Zuordnung zu einem Organ nicht möglich ist, wird in einem kombinierten Gerät beim gleichen Durchlauf auch eine Computertomografie durchgeführt. Die Strahlenbelastung entspricht rund der zweifachen jährlichen natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz (4.8 mSv).

Weitere Kontrollmethoden

Maintrac

Maintrac ist ein Bluttest, der Zellen erkennt, die aus dem Tumor in das Blut ausgewaschen wurden. Er gibt an, wie viele aktive Krebszellen in 1 ml Blut enthalten sind.

Diese Zellen sind für die metastatische Ausbreitung und damit für den weiteren Krankheitsverlauf verantwortlich. Krebstherapien zielen darauf ab, diese Zellen zu zerstören. Die Überwachung dieser Zellen in ihrer Anzahl und Struktur gibt Aufschluss über die Wirksamkeit der Therapie. Nicht krankenkassenpflichtig.

Ketoseüberwachung

Falls man bei der metabolischen Therapie zusätzlich die ketogene Diät gewählt hat, muss kontrolliert werden, ob der Körper auf Ketose umgestellt hat.

Durch Messung des Ketonwertes via Atem, Blut oder Urin kann dies festgestellt werden:

  • Urin-Teststreifen. Geeignet für den Anfang einer ketogenen Ernährung, schneller und einfacher Hinweis, günstig. Am Morgen vor dem Aufstehen.
  • Blut-Keton-Messgerät, auch als Blutzuckermessgerät verwendbar. Bluttropfen auf Messstreifen und ablesen im Gerät.
  • Atem-Keton-Messgerät, Ketonwert nach reinblasen.

Optimale Ketosewerte liegen zwischen 1 und 3 mmol/l. Bei Krebs 3 mmol/l anstreben. Höhere Werte als 3 mmol/l sind gefährlich und erfordern ärztliche Hilfe.