{"id":725,"date":"2019-08-30T13:34:11","date_gmt":"2019-08-30T13:34:11","guid":{"rendered":"http:\/\/mct.cyon.site\/schulmedizin-5-2-3\/"},"modified":"2020-04-29T08:05:50","modified_gmt":"2020-04-29T08:05:50","slug":"metabolisch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/metabolisch\/","title":{"rendered":"Metabolische Therapie"},"content":{"rendered":"\n<p>Schon 1931 hatte der Arzt und Forscher Otto Warburg f\u00fcr seine Entdeckung den <strong>Nobelpreis <\/strong>erhalten, dass <strong>Krebszellen ihre Energie durch eine \u00c4nderung im Stoffwechsel<\/strong> (Metabolismus) der Zelle erhalten, n\u00e4mlich durch Verg\u00e4rung anstatt Verbrennung des Zuckers. <\/p>\n\n\n\n<p>Erst in den letzten Jahren hat die Forschung bez\u00fcglich Stoffwechsel der Krebszellen wieder Fahrt aufgenommen, nachdem sie jahrzehntelang haupts\u00e4chlich auf die Gene konzentriert war.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Forschung resultiert eine erste Therapie. Sie wird nach der Erl\u00e4uterung der Stoffwechselst\u00f6rung vorgestellt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Stoffwechselst\u00f6rung als Krebsursache<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>In <strong>gesunden Zellen<\/strong> sorgen viele kleine Kraftwerke (<strong>Mitochondrien<\/strong>) daf\u00fcr, dass die lebensnotwendige Energie durch die Verbrennung (<strong>Oxidation<\/strong>) des aus der Nahrung&nbsp; aufgenommenen Zuckers mit dem eingeatmeten Sauerstoff entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Krebszelle<\/strong> hat einen gest\u00f6rten Stoffwechsel, die <strong>Mitochondrien funktionieren nicht mehr richtig<\/strong>, sie kann den Zucker nicht verbrennen. Wenn die Oxidation nicht mehr funktioniert, muss die Zelle auf die Verg\u00e4rung (<strong>Fermentation<\/strong>) zur\u00fcckgreifen, um die \u00fcberlebensnotwendige Energie zu produzieren. Zur Herstellung der gleichen Energiemenge braucht sie dazu zwanzigmal mehr Zucker, sie ist glukosehungrig (wie auf dem PET-Scan zu sehen ist, welcher radioaktive Glukose zur Darstellung von Tumoren verwendet). <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Fermentation entstehen <strong>Abbaustoffe <\/strong>darunter auch solche, die den Zellkern angreifen und <strong>Gene mutieren<\/strong> k\u00f6nnen. S\u00e4urewert&nbsp; (pH) und Zellpotential ver\u00e4ndern sich, die Zelle schwillt an und beginnt sich zu teilen, der Druck steigt, die Zellen verh\u00e4rten sich und ein Tumor entsteht. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Metabolische Therapie<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p> Dr. Laurent Schwartz, Onkologe und Forscher, Paris hat in langj\u00e4hriger Forschung mit seinem Team eine Therapie erarbeitet, welche seit einigen Jahren angewendet wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie hat zum Ziel, die <strong>Stoffwechselst\u00f6rung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen<\/strong>, d.h. den Mitochondrien wieder zu erm\u00f6glichen, Zucker zu verbrennen und die Bildung neuer Krebszellen zu hemmen. Sie kombiniert zwei Wirkstoffe, <strong>Alpha-Lipons\u00e4ure<\/strong> und <strong>Calciumhydroxycitrat<\/strong>. Beide Wirkstoffe m\u00fcssen kombiniert eingenommen werden, um die gew\u00fcnschte Wirkung zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dosierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>T\u00e4gliche Einnahme der nicht rezeptpflichtigen Wirkstoffe<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>R-Alpha-Lipons\u00e4ure\n<\/strong>in Kapselform (je 800 mg morgens und abends, 1-0-1). Falls ein Port vorhanden\nist, wird die Einnahme der R-Alpha-Lipons\u00e4ure in Kapselform f\u00fcr die ersten drei\nWochen durch eine t\u00e4gliche Infusion <strong>von\nAlpha Lipons\u00e4ure<\/strong> (600 mg) ersetzt.<br>\n<br>\n<\/li><li><strong>Hydroxycitrat<\/strong>\nin Kapselform (je 500 mg morgens, mittags und abends , 1-1-1). Hydroxycitrat\nwird aus der Garcinia Cambogia Frucht gewonnen. Die Garcinia Cambogia Kapseln enthalten\nmeist nur 60% Hydroxycitrat, daher ist es in diesen F\u00e4llen notwendig, 800 mg Kapseln\ndreimal t\u00e4glich einzunehmen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Bekannte m\u00f6gliche Nebenwirkungen sind vor\u00fcbergehende und moderate Gewichtsabnahme bzw. dezent euphorisierende Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zuckerarme Ern\u00e4hrung verst\u00e4rkt die Wirkung. Bei Metastasen wird dies dringend empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fchren Sie diese Therapie in Absprache und unter Kontrolle Ihres Vertrauensarztes durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Bezugsquellen f\u00fcr die Wirkstoffe finden Sie im Internet. F\u00fcllen Sie das nebenstehende Formular aus um eine &nbsp;unverbindliche Liste zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erg\u00e4nzende Optionen zur metabolischen Therapie<\/h3>\n\n\n\n<p>Folgende begleitende Massnahmen haben sich in der Praxis bew\u00e4hrt, um die Wirkung der Metabolischen Therapie noch zu verst\u00e4rken:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zuckerarme Ern\u00e4hrung<\/li><li>Einsatz von Methylenblau- oder Chlordioxid-L\u00f6sung.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"has-medium-black-color has-text-color wp-block-heading\">Zuckerarme Ern\u00e4hrung <\/h4>\n\n\n\n<p>Krebszellen brauchen zwanzigmal mehr Zucker als normale Zellen, sie sind &#171;glukosehungrig&#187;. &nbsp;Nimmt man weniger Zucker zu sich, werden Krebszellen &#171;ausgehungert&#187;. Normale Zellen sind davon nicht betroffen, da sie anstatt Zucker Ketone verwerten k\u00f6nnen, welche der K\u00f6rper bei Zuckermangel aus Fett bildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>ketogene Di\u00e4t<\/strong> beschreibt, was unter einer zuckerarmen Ern\u00e4hrung in extremer Form zu verstehen ist, n\u00e4mlich eine Reduktion des Kohlenhydratverbrauchs auf 20-50g pro Tag. Um dennoch Energie produzieren zu k\u00f6nnen, stellt der Stoffwechsel von Zucker auf Ketone um, der K\u00f6rper ger\u00e4t in die Ketose.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl eine ketogene Ern\u00e4hrung schon vielen Krebsbetroffenen geholfen hat, zeigt die neueste Forschung,&nbsp;dass m\u00f6glicherweise auch Krebszellen Ketone verwerten k\u00f6nnen. Der gesamte Zusammenhang ist aber noch nicht klar. Vorsichtigerweise wird deshalb gegenw\u00e4rtig <strong>eine zuckerarme Ern\u00e4hrung empfohlen <\/strong>ohne dass der K\u00f6rper dauernd in die Ketose ger\u00e4t. Allenfalls hilft auch das Keto-Cycling.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Methylenblau<\/h4>\n\n\n\n<p>Methylenblau ist ein Molek\u00fcl, das stark auf sauren pH-Wert reagiert und somit selektiv auf Gewebe zielt, das vom normalen leicht alkalischen pH-Wert der K\u00f6rperzellen abweicht (z.B. auf das saure Umfeld von Krebszellen). Dort wirkt es wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Es verbessert die mitochondriale Effizienz und Atmung, was Wachstum und Entstehung von Krebszellen bremst<\/li><li>Als starkes Antioxidans neutralisiert Methylenblau freie Radikale, bevor diese Schaden anrichten k\u00f6nnen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In basischer Umgebung hat es eine blaue Farbe, im sauren Medium ist es farblos. Es hat eine Wirkungsdauer (Halbwertzeit) von 5.5 Stunden im K\u00f6rper. Es kann die Blut-Hirn-Schranke \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dosierung<\/strong>: 3 x 75 mg pro Tag pharmazeutisches Methylenblau-Pulver in einem Glas Wasser aufl\u00f6sen, als Erg\u00e4nzung zur metabolischen Therapie und zu zuckerarmer Ern\u00e4hrung.<br>Kontrolle: Tumormarker \u00fcberpr\u00fcfen, sollten innerhalb eines Monats fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>PS: Methylenblau kann auch bei neurodegenerativen Symptomen eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Chlordioxid-L\u00f6sung<\/h4>\n\n\n\n<p>Chlordioxid ist ein Molek\u00fcl, das stark auf sauren pH-Wert reagiert und somit selektiv auf Gewebe oder Substanzen zielt, die vom normalen pH-Wert der K\u00f6rperzellen abweichen. Die Wirkung wird bei Abwesenheit von Sauerstoff (Anaerobie) noch verst\u00e4rkt.&nbsp; Beides trifft beispielsweise bei Krebszellen zu, die in saurer Umgebung in Anaerobie leben. Chlordioxid \u00fcberwindet auch die Blut-Hirn-Schranke. Als Oxidans eliminiert es Zellen und Substanzen in saurer Umgebung durch Oxidation (Redox).<\/p>\n\n\n\n<p>Chlordioxid-L\u00f6sung besteht aus Wasser, in welchem das destillierte Gas von Natriumchlorit, aktiviert mit einer S\u00e4ure, gebunden wird. Die L\u00f6sung wirkt im K\u00f6rper nur bis zu 1.5 Stunden (Halbwertzeit), anschliessend zerf\u00e4llt sie in harmlose Molek\u00fcle. Auf Grund der geringen Wirkungsdauer muss die L\u00f6sung h\u00e4ufig eingenommen werden, was umst\u00e4ndlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Chlordioxid-L\u00f6sung kann aus zwei Komponenten selbst hergestellt oder kann als fertiges Produkt (CDL f\u00fcr Chlor Dioxid L\u00f6sung oder CDS f\u00fcr Chlorine Dioxide Solution) bezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der <strong>Selbstherstellung<\/strong> ist die Dosierung wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p>1-3 Tropfen alle 2 Stunden bis zu 8-10 mal pro Tag, maximal 30 Tropfen, als Erg\u00e4nzung zur metabolischen Therapie und zu zuckerarmer Ern\u00e4hrung.<br>Kontrolle: Tumormarker \u00fcberpr\u00fcfen, sollten innerhalb eines Monats fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>PS: Chlordioxid eliminiert zus\u00e4tzlich Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Parasiten, Pilze \u2026) welche nicht im Gleichgewicht mit dem pH-Wert des K\u00f6rpers sind.<\/p>\n<script type=\"text\/javascript\"> toolTips('.classtoolTips0','Krebs ist der Sammelbegriff f\u00fcr alle Krankheiten, bei denen urspr\u00fcnglich normale Zellen des menschlichen K\u00f6rpers sich zu Krebszellen ver\u00e4ndern. Krebszellen k\u00f6nnen sich ungehemmt vermehren, Tumoren bilden, dazu auch Blutgef\u00e4sse anzapfen, in benachbartes Gewebe einwachsen und es sch\u00e4digen, sich im K\u00f6rper ausbreiten und an anderen Stellen Tochtergeschw\u00fclste (Metastasen) bilden.'); <\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon 1931 hatte der Arzt und Forscher Otto Warburg f\u00fcr seine Entdeckung den Nobelpreis erhalten, dass Krebszellen ihre Energie durch &hellip; <a href=\"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/metabolisch\/\" class=\"more-link\"><span class=\"more-button\">Read More<span class=\"screen-reader-text\">Metabolische Therapie<\/span><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-725","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=725"}],"version-history":[{"count":52,"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1662,"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/725\/revisions\/1662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mct.cyon.site\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}